Die sexuelle (schwule) Bewegung in Frankfurt

Es ist schon bitter, wenn nach so vielen Jahren der Aufklärung, des Kampfes, die Sexualität über alles gestellt und die Geschlechtsidentität ausgeklammert wird. Dies nicht von irgendwelchen besorgten Eltern, einer Glaubensgemeinschaft die sich dem Genderwahn entgegenstellt, sondern von einer großen Bewegung ausgeht.

Was wir wollen

In Deutschland arbeiten mittlerweile in über 50 Städten Ehrenamtliche daran, die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität abzubauen und organisieren Demonstrationen und Kundgebungen, die aus der Tradition des Christopher-Street-Day heraus entstanden sind.Der CSD Frankfurt e.V. ist eine der Organisationen, die jedes Jahr einen CSD in ihrer Stadt auf die Beine stellen. (Klickbild)

Um mal das richtig zu stellen: Sex war nicht alles und ist es auch heute nicht. Es mag der Franfurter schwulen Community nicht schmecken, aber war es nicht doch anders?

Wir sind (auch) Bewegung

Wir sind Bewegung

Alles andere als schwul…

Die gängige Erzählung lautet, dass hauptsächlich weiße homosexuelle Männer in dieser Nacht für die Freiheit kämpften. Aber ist es so gewesen? War der Aufstand womöglich gar nicht durch diese in Schwung gekommen, sondern durch die Dragqueens und Trans*personen? (taz)

Gehen Trans* auf die Straße um für ihre Sexualität zu demonstrieren oder eher, damit sie das sein können, was in ihnen pocht? Der Kopf weiß, ich bin anders, Seelenschreie bis in den Morgengrauen nach dem anderen Geschlecht, doch der Körper produziert Gegenteiliges. Andere kommen mit einem Geschlechtsteil auf die Welt, daß nicht dem entspricht, was die Chromosomen erzählen, bis jemand die helfende Hand ausstreckt. Es wäre alles halb so wild, wenn denn… Aber hat das was mit Sex zu tun?

Für das CSD-Team in Hanau auf alle Fälle. So wird ganz “unbedarft” gefragt:

“Ist Trans* das neue schwul?

Da muß man sich nicht wundern. Die Welt der (Regenbogen)-Männer ist nun mal schwul, der Rest wird untergebuttert. Nicht mal Lesben kommen durch den Türspalt, weswegen es da auch rumort. Ganz zu schweigen von der diskriminierenden Anrede: “Wir ersparen uns das gendern. Ihr seid alle gemeint.” (Vorstand CSD Hanau)

Dem Volk unter dem Regenbogen geht es zu gut. Die müssen nicht mehr kämpfen, fahren mit Werbung für X-Produkte großer Konzerne um die Häuserblöcke und schwenken die Fahnen. Narrhallamarsch! Wolle mer se laufe lasse? Ist ja so schön bunt. Dabei brennt die Hütte. Homophobie/Transphobie wird als natürlicher Instinkt gewertet, der aus einer Zeit stammt, als wir noch Echsen waren, gerade aus dem Meer gekrochen sind. Typisches Verhaltensmuster der Echsenhirne, eine Homo-/Trans*phobietheorie von Jessica Purkhardt (Transfrau (Bündnis 90 Grüne – Frankfurt)) während einer Veranstaltung. “Mir schwant buntes” (mir so einiges, nur nix buntes) und “Wir sind Bewegung” ist ganz große CSD-Politik im Frankfurter Eck, die aufzeigt, wo es langgeht. Mit und ohne “a“.

Aber ohne mich. Da setze ich mich lieber an den Main und schau den Wolken nach. In diesem Fall wird es aber anders laufen. In der Nordweststadt findet an diesem Wochenende zeitgleich der Cosday statt. Eine andere Bewegung, die interessanter sein dürfte. Ich denke da bin ich besser aufgehoben.

Nachtrag 21.07.2019: Das der CosDay dieses Jahr ausfiel, habe ich ein paar Bilder vom Umzug gemacht und bin mit den Mädels von Queer-Hanau um den Platz gezogen.

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