Nach der Beinrasur kratzige Beine, Hautirritationen und Juckreiz? Dies muß nicht sein.

Das sind so die drei Hauptübel, die Trans*Personen und auch Mädels heimsuchen, wollen sie die Haare von den Beinen entfernen und die Naßrasur einsetzen. Um es vorweg zu sagen: Es gibt keine “Eine für alle”-Lösung. Was meine Haut verträgt, muss bei einer Freundin noch lange nicht funktionieren. Und umgekehrt.

Ich bin das Glück dieser Erde …

Zum einen gilt: Qualitätsrasierklingen nehmen, den Rasierapparat vergessen, denn das Ergebnis kommt mit diesem nicht an die Nassrasur heran. Qualitätsklingen sind deshalb wichtig, weil mit der Haut nicht zu spaßen ist. Hautirritationen rufen schnell einen Flächenbrand aus und das nur, weil man 2 Euro sparen wollte. Dann lieber das Gestrüpp stehen lassen, denn Kosmetik kostet, auch die Beinrasur. Und es gilt wie für das Gesicht: Sowenig die Haut reizen wie möglich. Was man mit eins/zwei Strichen erledigen kann, muß man nicht mit 5 Strichen vollbringen, weil am falschen Ende gespart wird. Qualitätsrasierklingen reichen für knapp zwei Wochen, wenn man alle 2-3 Tage eine Rasur vornimmt (kommt auch auf den Haarwuchs an). Den guten Nassrasierer für die Beinrasur bekommt man in der Damenabteilung. Wir nehmen natürlich den, wo man zur Göttin wird – zumindest was die Beine angeht. wink

Dann die Frage: Was nimmt man für die Beinrasur zum Eincremen?
In der Regel nehme ich Rasierschaum oder Rasiergel. Hier muss man ausloten, welches am besten für einen selbst geeignet ist, mit welchem man am besten umgehen kann. Wenn ich unter der Dusche bin, nehme ich auch schon mal meine Duschcreme, die mit Öl angereichert ist, aber nie Seife – schon gar nicht die mit Kordel – oder einfaches Duschgel. Generell gilt: Man sollte die Haut ein bisschen unter Wasser einweichen, den Rasierschaum einwirken lassen, nicht sofort loslegen, denn dann lassen sich die Haare leichter entfernen, werden für die Rasur samtweich. Nebeneffekt: Die Haut streikt und protestiert auch nicht. Aber das MUSS man an sich selber herausfinden, was geht, was nicht. Jede Haut ist anders, reagiert auch anders.

Nach der Beinrasur: Wohlfühlmomente für die Haut

Da die Beine nun eingecremt sind, kann es mit der eigentlichen Rasur losgehen. Hier gilt nicht die Regel für Achseln und den Intimbereich – mit dem Strich -, sondern gegen den Strich. Sanft gleitend von unten nach oben die Haare wegrasieren. Nicht aufdrücken und anfangen zu schaben. Mit der anderen Hand die Creme, den Schaum, an den Beinen hinterherführen. Das ist wichtig. Man massiert quasi Streicheleinheiten für die Beine hinterher. Man bekommt dadurch ein Bewusstsein für seine Beine, dass diese Beine einen durch das ganze Leben tragen. Streicheleinheiten – gebe sie dir und gönne sie dir. Das braucht die Haut. Erst Schienbein/Unterschenkel, danach die Oberschenkel. Immer portionsweise, wie man die Wohnung renoviert. Man hängt ja auch keine 8 m x 2,30 m Tapete an einem Stück auf.

Nach der Rasur sollte man das machen, was man sowieso nach der Dusche/dem erholenden Bad machen sollte: Mit einer Body-Lotion/Creme für die Verwöhnmomente der Haut sorgen. Auch da sollte man auf Qualität achten, auch spielt die Duftnote eine nicht ganz unwichtige Rolle. Momentan habe ich es mit dem Kakaoduft oder es zieht mich in die Kleopatra-Abteilung des Hauses Kappus. Aber noch vor der Duftnote sollte folgendes Kriterium stehen: Die Lotion sollte in die Haut einziehen, sich nicht wie eine Zwiebelschale obenauf festsetzen. Und immer mit Liebe vorgehen, denn merke: Du machst das für dich, nicht für mich und andere. *lächelt*

Und sollte es dennoch Pickelchen und Hautirritationen geben, dann der Haut eine Pause gönnen und schön mit feuchtigkeitsspendenden Cremes versorgen. Besonders zu Beginn einer Rasur ist dies so, da die Haut mit etwas Neuem konfrontiert wird und sich daran gewöhnen muss. Manchmal sind auch Jahreszeitenwechsel dafür verantwortlich. Aber das bekommt man schon mit der Zeit raus. Hat sich alles eingespielt, dann das Ganze nach zwei bis drei Tagen wiederholen – spätestens. Denn dann kommen wieder die ersten Erkennungsmerkmale einer Stachelbeere zum Vorschein. Schönheit hat ihren Preis, erfordert Zeit. Die Mädels und Joachim können davon ein Lied singen. Aber dafür summen auch viele Drohnen hinter ihnen und ihm her wink

… ach wär das schön, wenn’s so wäre

Manchmal verirrt sich aber auch eine nette Drohne. Und wenn sie zwischen zwei Sandburgen einem ein Sandförmchen mit den Worten reicht :

Ich liebe deine Figur, deine knackigen Beine und Füße, dein geilen Arsch

dann läuft es sich nochmal so elegant über den Rodgau-Strand. Und so ein Statement nimmt man doch gerne für die Glamour-Abteilung des Hauses mit heim, ne?

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