Es gibt Burgen in unserem Reich, da sind die guten Geister zu Hause. Nicht unweit von Hanau befindet sich eine solche Burg. Sie ist nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen, und dort sind, wie in Kesselstadt auch, die Künste zu Hause. Und die Geister dort haben bei mir den Schleier der Lähmung weggerissen, sodass eine Montagsmaler_in, geb. in Kassel, wieder anfängt zu malen.

Die Rauhnacht einer Montagsmaler_in

Es gibt viele Möglichkeiten, die Rauhnacht zu gestalten. Im Mittelpunkt sollte man immer selbst stehen, denn es geht NUR um einen selbst, nicht um eine Gottheit, um ein auferlegtes Ritual oder irgendwelche ersonnene Esoterik aus Fremdenland. Und sowohl die germanische wie auch die keltische Mythologie hat ganz viele dieser “Heilsbringer” anzubieten, weswegen das Falkenauge immer wachsam sein sollte.
Eine dieser Möglichkeiten ist das Malen. Ich selbst habe zwei Möglichkeiten, die digitale Version wie auch die althergebrachte Weise, mit Farbe und Pinsel. Um aber in beiden Varianten brauchbare Ergebnisse für einen selbst zu erzielen, sind Vorbereitungen und Übungsstunden nötig. Die Hand will wieder leicht den Pinsel führen, der Blick nicht auf dem Tablet, sondern auf dem Bildschirm ruhen.
Das funktioniert nicht von jetzt auf gleich. So wird auch ein Rauhnacht zu einer “Übungsstunde” in dem der Geist sich ungestört auf seiner selbst konzentriert. Der Stift huscht über das Papier, Linien finden den Weg aus dem Geist über die Hand und deuten an, was werden kann. Ich habe dafür ein Ringbuch, dessen Papier für Bunt- und Wachsmalstifte geeignet ist (Maltagebuch). Für die Aquarellmalerei habe ich heute spezielles Papier (300g/m²) in DIN A4 und DIN A5 gekauft. Das ist aber für eine andere Zeit, wenn ich wieder da bin, wo ich Frühjahr 2018 mit den Montagsmaler:innen in Kassel war.

Dass ich wieder die Möglichkeit habe, in meinen Weltenraum den Spirit der anderen Welt zu spüren, ihn aufzunehmen und zu verarbeiten, habe ich den Wegbegleiter:innen aus der Ronneburg zu verdanken. Merke: Nicht von allen Burgen geht ein Unheil aus.

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