#enoughisenough: Back to the Roots

#enoughisenough – #genugistgenug. Zurück zu den Wurzeln. Es ist wieder mal so weit. Die Autorin des Blogs ANDERSraum versucht wiederholt von den amerikanischen Sozialstationen wegzukommen. Das betrifft, Facebook, Twitter, Dropbox und Google. Rückblickend gab es im Jahr 2018 einen fetten Tritt dieser Institutionen in Sachen #respect gegenüber den Kunden/Nutzern in den Hintern. Natürlich bin ich mir im Klaren, daß das Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist, aber es gilt auch: Respekt, wer’s selber macht (zumindest versucht).

enough is enough

Schluß mit lustig!

#enoughisenough

Es gibt viele Gründe diesen Schritt zu unternehmen. Schon mit dem Artikel:

Die ultimative Liste: So viele Datenskandale gab es 2018 bei Facebook

ist man bedient. Da ist nicht nur die früher vielzitierte Hutschnur gerissen, nein, die Selbstverletzung des aufgeklappten Taschenmessers in der Hosentasche steigt um ein vielfaches an. Das Schlimmste an dieser Geschichte ist, es hat für Facebook keine Folgen. Und wenn, dann nur Minimal. Oder ist wer abgesprungen, ist Facebook entfolgt. Gar Polizei, Museen oder andere staatliche Unternehmen? Selbst der öffentliche Rundfunk, der besser seine Untergebenen entlohnt als ein DAX-Unternehmen, fordert täglich seine Hörer_innen dazu auf, mit ihnen Freundschaften auf Facebook, Instagram oder WhatsApp einzugehen – follow me, i don’t follwo you.

Um die zwei anderen Unternehmen war es, von den Loch-an-Loch-und-hält-doch-Meldungen abgesehen, recht still, was nicht bedeutet: da ist nix. Twitter hat die do-not-track-Abmachungen aufgekündigt. Das erzählt uns, daß nun respektlos ausgekundschaftet wird. Google mit Android ist wie Microsoft auch nicht zurückhaltender. Google mit seinen Zwangsapps auf jedem Android-Smartphone schießt den Vogel ab. Danach ist wieder Facebook an der Reihe, nicht weniger fleißig – mit Unterstützung der App-Programmierer.

Zwar gibt es einige Medien, die die neugewonnenen (noch in den Sternen stehende) Freiheit von Google feiern, aber für mehr als 99% der Nutzer dürften die Vorgänge, um die Freiheit zu erlangen, nicht in Frage kommen. Oder hat wer sich schon mit dem rooten des Handy oder Android Debug Bridge (ADB) befaßt? Ich wüßte niemanden in meinem Bekanntenkreis. Am einfachsten wäre ja wenn der Nutzer die Wahl beim Händler hat: Mit oder ohne Google/Hersteller-Apps? Ist aber nicht.

Die Alternativen

Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, nicht allem und jedem sich auszuliefern.

Statt
Twitter -> Mastodon
Facebook (Instagram) -> Diaspora oder eigener Blog
Google+ (entfällt demnächst)
Dropbox / Google Drive / MS Cloud -> NextCloud
Google Maps -> OpenStreetMap
Mail und Kalernder -> hier entlang
WhatsApp/Messenger -> SignalTelegramThreema

Nachteil: Die Masse an Follower wird man nicht erreichen und manches will zurechtgerückt werden. In Sachen Firefox muß man Hand anlegen, da Mozilla es mehr oder weniger nicht wirklich mit Google als Geldgeber ernst meint, was die Privatsphäre angeht. Firefox plaudert ohne Hand anzulegen immer noch wie ein Markweib alter Schule.

Letztendlich bedeutet der Kampf um seine Urrechte viel Klickerei, Zeit und Haarbüschel. Ich sitze zur Zeit über den Fehlermeldungen von NextCloud. Und daran scheitert es letztendlich. Google gibt mir seine Software, und die funktioniert. Da wird fast alles ohne Zutun miteinander verbunden. Und daran krankt der Wechsel. Ich habe nicht mehr die Zeit die Nacht zum Tag zu machen, schon gar nicht die Muse, auch nicht das Wissen um Scripte, php und anders, um eine Wolke für meine Bilder und anderes hinzubekommen, auf die ich überall zugreifen kann. Wie alt soll ich werden? Selbst mit Bezahlmodellen hängt dann Google oder Facebook irgendwo im Gebälk.

Aber aufgeben gilt nicht, denn #enoughisenough.

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