Koyaanisqatsi – Leben im Ungleichgewicht

Koyaanisqatsi

Leben im Ungleichgewicht

Der Filmwissenschaftler James Monaco erklärte Koyaanisqatsi zu einem der fünf wichtigsten Filme der Gegenwart (seit 1980). In einer weit entfernten Zeit haben die mit der naturverbundenen Einwohner Nordamerikas voraus gesehen, daß das Leben aus dem Gleichgewicht geraten wird. Ihre Botschaft wurde auf Celluloid gebannt. Für einen Moment hielten wir inne. Das war 1982.

Obwohl die mahnenden Bilder vor Augen, eine Botschaft aus dem letzten Jahrhundert, um nicht Jahrtausend zu schreiben, haben diese nicht die folgenden 50 Jahre zu einer Abkehr des praktizierenden hemmungslosen Raubbaus geführt. Und ein weiteres halbes Menschenleben lebte die Menschheit auf Kosten der zukünftigen Generationen. Bis 2019. Die Jugend geht auf die Straße. Angeführt von Greta Thunberg. Jede Woche und jeden Freitag. Der Freitag gehört ihnen und zwar so lange, bis die Verantwortlichen in der Politik einlenken und wirklich handeln. Aber das kann dauern.

Koyaanisqatsi (#fridayforfuture)

Koyaanisqatsi [ˈkɔɪjɑːnɪsˌkatsi] ist der erste Teil der Qatsi-Trilogie von Godfrey Reggio („Koyaanisqatsi”, „Powaqqatsi” – 1988, „Naqoyqatsi” – 2002), der sich mit dem Eingriff des Menschen in die Natur und generell zivilisationskritisch mit der menschlichen Lebensweise beschäftigt. Außergewöhnlich ist die Abwesenheit von Worten und handelnden Personen. Der Film besteht ausschließlich aus aneinander montierten, assoziativen Bildsequenzen und der von Philip Glass komponierten Musik. Unterstützung bekam der Film von Francis Ford Coppola und George Lucas und erreichte so ein breites Publikum. (Wikipedia)

Diese Version ist recht ordentlich zum anschauen, allerdings nicht zu vergleichen mit einem Filmabend vor der Kinoleinwand. Auf dem Marktplatz Deines Vertrauens gibt es den Film, einschließlich der nachfolgenden Teile, auf DVD oder auch als Stream.

Für mich gehört dieser Film zu den wichtigsten Zeitzeugnissen, die mein Sein, mein Leben nachhaltig beeinflußt haben. Schwierig war es für mich anfangs mit der etwas “seltsam” anmutenden Komposition von Philip Glass klarzukommen, denn es gab und gibt dazu keine Höranleiung. Es hat eine Weile gedauert bis die Saat aufgegangen ist. Nebst den Bildern war die Musik ein Aufbruch in ein für mich neue Bewußtseinseben. Vielleicht ist dieser Beitrag für manche/n Besucher_in der Türöffner in eine Art “neue Zeitrechnung”.

Ich hoffe jedenfalls, daß sich die Bewegung #fridaysforfuture nicht unterkriegen und sich nicht von Lippenbekenntnissen weichspülen läßt. Die Staatsgewalt mit einhergehender Politik ist zu vielem fähig. Die Medien oftmals unfähig (Erfahrungswerte).

Weiterführende Links:
Sonderbericht Klimawandel und Landsysteme (IPCC (Weltklimarat))
Klimawandel (Greenpeace)
„Der Klimawandel ist heute schon tödlich“ (Deutschlandfunk)

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